Erlenbach - Im Rahmen der jüngsten Verwaltungsratssitzung hat der Vorstand der BKK Akzo Nobel, Stefan Lang, das Jahresergebnis für 2024 vorgestellt.
Parallel zur Entwicklung in der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung mit einem Defizit von rund 6,6 Milliarden Euro weist das Rechnungsergebnis der BKK in 2024 einen Überschuss der Ausgaben in Höhe von 5,3 Millionen Euro aus und liegt damit verhältnismäßig auf dem Niveau des gesamten Gesundheitswesens. Das Haushaltsvolumen betrug insgesamt 203,4 Millionen Euro. Den größten Teil verursachen nach wie vor Krankenhausbehandlungen in Höhe von 55,5 Millionen Euro. Die Ausgaben für Arzneimittel stiegen um satte 10,6 % auf 33,2 Millionen Euro. Für jeden ihrer Versicherten gab die BKK Akzo Nobel im vergangenen Jahr durchschnittlich 3.680 Euro für die Leistungsgewährung aus, eine Steigerung von 8,4 %, die ebenfalls der Entwicklung der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung entspricht.
Umso erfreulicher, dass es der BKK Akzo Nobel 2024 gelungen ist, durch eine vorausschauende Finanzplanung und trotz der immensen Herausforderungen und prekären Kostenexplosion im Gesundheitswesen ganzjährig einen attraktiven Beitragssatz anbieten zu können.
„Dass sich letztes Jahr rund 1.000 Menschen mit ihren Familien aus unserer Region für die BKK Akzo Nobel entschieden haben, zeigt, dass Preis, Leistungen und Service bei uns stimmen. Auch unsere Verwaltungskosten lagen mit 156 Euro je Versicherten weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt aller gesetzlichen Krankenkassen.“, bilanzierte Roland Berninger, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender auf Arbeitnehmerseite.
Weiteres beherrschendes Thema der Sitzung war die angespannte und sich bedrohlich zuspitzende Finanzlage in der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
„Seit Jahren finanziert die GKV Milliardenbeträge für versicherungsfremde Leistungen. Gleichzeitig wurden die Reserven der Krankenkassen – politisch gewollt – abgebaut. Dadurch stehen heute keine Rücklagen mehr zur Verfügung, um die steigenden Ausgaben zu dämpfen. Dies führte bereits zu Jahresbeginn und weiter im Verlauf der letzten Monate zu historisch hohen Beitragssatzsteigerungen.“, so Georg Ballmann, Berningers Kollege auf Arbeitgeberseite. „Nun sollen Darlehen des Bundes Abhilfe schaffen, doch diese Maßnahmen werden bei weitem nicht ausreichen, zumal das Geld zurückgezahlt werden muss.“, führte Ballmann weiter aus.
„Die Höhe der Lohnzusatzkosten erreicht mit knapp 42 % des Bruttolohns mittlerweile Dimensionen, die den Wirtschafts- und Industriestandort Deutschland und somit Arbeitsplätze gefährden.“, monierte Ballmann und forderte einen nachhaltigen Strukturwandlungsprozess, um den ungebremsten Aufwärtstrend bei den Sozialkosten zu stoppen.
Erfreulicher Ausblick: Auch für 2025 zeigt sich die BKK Akzo Nobel als verlässlicher und fairer Partner für ihre Versicherten; zum jetzigen Zeitpunkt geht ihre solide Finanzplanung mit einem unveränderten Zusatzbeitrag auf.
„Um die gesetzliche Kranken- wie im übrigen auch Pflegeversicherung dauerhaft zu stabilisieren, ist ein verantwortungsvoller und umfassender Neustart nötig, der keinen weiteren Aufschub duldet. Der Fokus sollte verstärkt auf echten Strukturreformen liegen, die für die Versicherten spürbare Verbesserungen bringen können. Ich hoffe, diese Chance wird nicht durch Mutlosigkeit seitens der Politik vergeben.“, schloss der Vorstand Stefan Lang das aktuelle Thema Kostenexplosion und prekäre Finanzlage bei den Krankenkassen ab und forderte wie seine Amtskollegen eine zukunftsfähige, einnahmenorientierte Ausgabenpolitik für die GKV-Finanzierung.
Die BKK Akzo Nobel besteht seit 1924. Sie ist die größte Betriebskrankenkasse am bayerischen Untermain mit Geschäftsstellen in Erlenbach und Aschaffenburg. Darüber hinaus ist sie auch über die Online-Geschäftsstelle und die Service-App für ihre Versicherten erreichbar.
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