Die elektronische Gesundheitskarte eGK

Warum eine neue Versichertenkarte?

Der Gesetzgeber hat im Jahr 2003 beschlossen, die alte Krankenversichertenkarte durch die elektronische Gesundheitskarte zu ersetzen. Ziel ist es, damit
• Verwaltungsabläufe zu vereinfachen
• eine hohe Verfügbarkeit medizinischer Informationen zu ermöglichen und
• Datenschutz und Datensicherheit im Gesundheitswesen zu stärken.

DIE ELEKTRONISCHE GESUNDHEITSKARTE – KURZ: eGK – HAT DIE BISHERIGE
KRANKENVERSICHERUNGSKARTE ABGELÖST. Die alten Karten sind nicht mehr gültig.

Wer ärztliche Leistungen in Anspruch nimmt, muss in den Praxen und Kliniken die elektronische Gesundheitskarte mit Lichtbild vorlegen. Steckt immer noch die alte Versicherungskarte ohne Foto im Portemonnaie, kann der Arzt eine Privatrechnung zu Lasten des Versicherten ausstellen. Denn sicher ist: Arztpraxen können ab 2015 Untersuchungen und Behandlungen ausnahmslos nur noch über die elektronische Gesundheitskarte mit uns abrechnen.


Die Umstellung auf die eGK ist abgeschlossen

Unsere Versicherten haben bereits ihre neue Karte erhalten. Sie werden versandt, sobald die Lichtbilder vorliegen.


Welche Daten sind auf der Karte gespeichert?

• ausstellende Krankenkasse
• Kassenarztbezirk, in der der Versicherte wohnt
• Name und Vorname des Versicherten
• Geburtsdatum
• Anschrift
• Krankenversichertennummer
• Versichertenstatus
• Befristungsdatum

Die bisher genannten Daten waren auch schon auf der alten Krankenversichertenkarte vorhanden. Neu auf der eGK sind:

• Geschlecht des Versicherten
• Beginn der Versicherung
• Zuzahlungsstatus (wird derzeit noch nicht genutzt. Damit sollen später die bisher gebräuchlichen Zusatzausweise bei Befreiung von Zuzahlungen ersetzt werden)
• Angaben über Wahltarife und Zusatzverträge (wird derzeit noch nicht genutzt)
• Angaben über ruhende Leistungsansprüche (wird derzeit noch nicht genutzt)

Bei allem, was darüber hinaus geht, entscheidet allein der Versicherte, ob es auf der Karte gespeichert werden darf.

Sind nicht auch Krankheitsdaten auf der Karte gespeichert?

Die eGK ist technisch in der Lage, auch Krankheitsdaten zu speichern. Entsprechende Anwendungen sind derzeit aber noch nicht einsatzbereit. Im Gesetz vorgesehen sind z. B. Arzneimitteldokumentation, Arztbrief und Patientenakte. Gestartet wird voraussichtlich mit dem Modul "Notfalldaten". Im Bedarfsfall kann dann ein Notarzt Allergien und Arzneimittelunverträglichkeiten abrufen.

Generell werden auf der Karte Krankheitsdaten nur gespeichert, wenn Versicherte damit einverstanden sind. Damit solche Daten auf die Karte übertragen werden können, muss der Versicherte dies durch Eingabe einer PIN freigeben. Diese PIN erhält er erst, wenn der Einsatz entsprechender Anwendungen möglich ist. Durch die PIN werden diese Daten auf der Karte kryptografisch verschlüsselt.

Die Speicherfähigkeit des Chips auf der Karte ist allerdings sehr beschränkt. Sie beträgt nur einen Bruchteil der inzwischen kaum mehr verwendeten Computerdiskette.

Wozu benötige ich überhaupt ein Lichtbild?

Der gesetzlichen Krankenversicherung entstehen jährlich hohe Millionenschäden zu Lasten der Beitragszahler, weil gefundene, gestohlene oder verkaufte Krankenversichertenkarten von unberechtigten Personen verwendet werden. Das Bild auf der Karte kann einen Missbrauch zwar nicht in jedem Falle verhindern, diesen aber erheblich erschweren. Deswegen hat der Gesetzgeber das Foto vorgeschrieben.

Welche Kriterien muss das Lichtbild erfüllen?

Das wichtigste Kriterium für das Foto ist, dass der Versicherte eindeutig identifizierbar ist! Dies sollte in dessen eigenem Interesse sein, da er anderenfalls in Gefahr geraten kann, nicht als Kassenpatient behandelt zu werden. Insofern sollten auch gewisse Anforderungskriterien berücksichtigt werden, die auf der Fotomustertafel des Rücksendebogens dargestellt sind:
• das Gesicht komplett sichtbar und nicht durch Sonnenbrille, Kopfbedeckung oder Haare verdeckt
• Blick in die Kamera gerichtet
• einigermaßen ruhiger Hintergrund mit Kontrast zum Kopf
• akzeptable Bildqualität (richtig belichtet, nicht fleckig, unscharf oder grob verpixelt, bei Farbfotos keine deutlichen Farbfehler)
• das Bild sollte nicht älter als 5 Jahre sein

Möglich ist ein Halbprofil- oder ein biometrisches Passfoto. Haben Sie bereits ein biometrisches Passfoto, z.B. für Ihren Personalausweis? Dieses können Sie selbstverständlich übersenden - ebenso wie ein selbst fotografiertes Passfoto.

Wer benötigt kein Lichtbild?

Versicherte unter 15 Jahren und Personen, die bei der Erstellung des Lichtbildes nicht mitwirken können (z.B. schwere Pflegefälle).

Wie kommt das Lichtbild auf die eGK?

Unsere Versicherten erhalten einen personalisierten Rücksendebogen zugeschickt, auf den sie ihr Foto einkleben können und die Identität mit ihrer Unterschrift bestätigen. Dieser Bogen geht zurück an unseren Dienstleister in Unterschleißheim (von dem Sie auch bisher schon unsere BKK-Card erhalten haben), der die Fotos einscannt und an unsere Datenbank übermittelt. Von dort werden sie bei Erstellung einer eGK abgerufen.

Fotos, die ohne Absprache per E-Mail an uns geschickt werden, können wir aus Sicherheitsgründen nicht verwenden.

Bekomme ich die Kosten für das Lichtbild erstattet?

Eine Kostenerstattung ist leider nicht möglich. Wir haben uns jedoch bemüht, mit einer Reihe von Fotostudios Kooperationsverträge abzuschließen, die einer möglichst großen Anzahl unserer Versicherten einen vergünstigten Bezug von Lichtbildern ermöglicht. Allerdings ist es für uns organisatorisch nicht möglich, jedem Versicherten eine solche Möglichkeit in seiner unmittelbaren Nähe zu anzubieten - insbesondere in Regionen außerhalb Süddeutschlands.

Bei unseren Kooperationspartnern erhalten Sie unter Vorlage des versandten Gutscheins einen BKK-Bonus. Der Gutschein wird pro Versicherten nur einmal ausgegeben. Welchen Vorteil der einzelne Vertragspartner einräumt und welche Einschränkungen möglicherweise dabei gelten, entnehmen Sie bitte dieser Tabelle.

Auch eine Rückgabe des Bildes ist wegen des damit verbundenen Aufwandes nicht möglich. Die entstehenden Kosten würden den Wert eines Passfotos weit übersteigen.
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