Netzwerk für die Seele

Die Zahl psychischer Erkrankungen unter Beschäftigten hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt. Das ist einer der Gründe, weshalb sich auch die Krankheitstage bei den BKK Pflichtmitgliedern von 1976 bis 2011 verfünffacht haben. Und eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Neben Arbeitsüberlastung, Stress, Mobbing und Problemen mit Vorgesetzten spielen auch private Schwierigkeiten wie Partnerschaftsprobleme oder Schulden bei der Entwicklung seelischer Krisen eine Rolle. Wer psychisch angeschlagen ist, fällt früher oder später bei der Arbeit aus. Um dem vorzubeugen und Betroffenen schnell Hilfestellung zu geben, hat die BKK in Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und anderen BKKs das Programm BKK ProPsych entwickelt.

Schnelle und effektive Hilfe in Lebenskrisen
Bislang mussten Arbeitnehmer, die sich in einer beruflichen oder persönlichen Krise befanden, eine zermürbende Suche nach einem Therapeuten und monatelange Wartezeiten in Kauf nehmen. Kostbare Zeit ging verloren. Die seelische Not verstärkte sich, mit der Folge, dass die Betroffenen meist längere Zeit arbeitsunfähig waren und mitunter auch stationär behandelt werden mussten.

Mit dem Angebot BKK ProPsych ist das jetzt anders: Wendet sich ein BKK-Mitglied hilfesuchend an seinen Kundenberater, dann setzt ein effektives Krisenmanagement ein, das den Arbeitnehmer vor allem so schnell wie möglich wieder stabilisieren und dann auch wieder in Arbeit bringen soll.

100-prozentiger Datenschutz
Der erste Schritt ist eine umfangreiche diagnostische Beratung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg innerhalb kürzester Zeit. Ist die Diagnose klar, muss das BKK-Mitglied maximal 14 Tage auf ein Erstgespräch mit einem Psychotherapeuten warten. Die Diagnosebehandlung und eine eventuelle Psychotherapie sind für BKKMitglieder kostenlos. Und es sind die BKK-Mitglieder, die entscheiden, ob  Informationen aus ihrer Krankenakte an den Betriebsarzt oder Hausarzt weitergegeben werden dürfen. 100-prozentiger Datenschutz ist garantiert.

Professionelle Unterstützung
Das Projekt BKK ProPsych versteht sich in jedem Fall auch als professionelles Netzwerk aller Beteiligten: vom Patienten, über die Ärzte und Psychotherapeuten bis hin zu den Krankenkassen. Ihre Zusammenarbeit trägt dazu bei, dass ein Mensch für seelische Probleme zeitnah nachhaltige Lösungen finden kann. Auf den Punkt gebracht, heißt das: Der Patient ist besser vorsorgt als bisher, Behandlungskosten und Ausfallzeiten bleiben im Rahmen.

Einen Veränderungsprozess anstoßen
Bricht ein Mensch seelisch zusammen, ist das allerdings ein Zeichen dafür, dass etwas in seinem Leben nicht mehr weiter gehen sollte wie bisher. Nur wenn er die Bereitschaft mitbringt, selbst auch an sich oder seinem Leben etwas zu ändern, kann ihm auch langfristig geholfen werden. In jedem Fall bekommt ein Arbeitnehmer, der am BKK ProPsych Programm teilnimmt, vielseitige Informationen zu seinen individuellen Problembereichen an die Hand. Er erhält Empfehlungen für weitere Schritte, die er unternehmen kann. Eine Psychotherapie in Einzelsitzungen ist natürlich freiwillig und ist auch nicht immer notwendig. Möglich sind auch gruppentherapeutische Angebote zu speziellen Themenbereichen. Auch die Familie oder der Partner können in therapeutische Maßnahmen miteinbezogen werden.

Informationsflyer BKK ProPsych


Ihre Ansprechpartnerin
Frau Anke Melchior
Fon 06022.812265
E-Mail: a.melchior@bkk-akzo.de

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